verlust
ich denke an all das nie gesagte
sofort finden meine worte zu dir
was ich niemals zu erspüren wagte
erinnert sich lüstern bebend in mir
es reizt meine unberührten brüste
küsst den beinah vertrockneten mund
nistet sich ein im teiche der lüste
wühlt sich hinab an schlüpfrigen grund
stürzt sich aus trostlosen fensteraugen
erhängt sich am frei geschüttelten haar
beginnt mir das mark
aus den knochen zu saugen
bietet sich dir in gedanken nun dar
schamlos
kriecht es vor dir auf den knieen
bettelt um staubkörner deiner lust
lässt mich
in sehnsuchtshungrigkeit ziehen
und hämmert doch nur ein wort:
verlust
© by lylo
wortlos